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Vegan for fit – meine Erfahrungen

4. Mai 2015
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Vor über einer Woche habe ich meine vegane 30-Tage-Challenge gestartet und habe diese an Tag 6 beendet. Wie es dazu kam und welche Erfahrungen ich gemacht habe, davon möchte ich euch gern berichten:

Die großen Bilder im Kochbuch haben mir schon Tage vorher großen Appetit bereitet. Leckere Zucchini-Spaghetti Bolognese, Erbsen-Mandelcremesuppe und  Apfel-Zimt-Hirse-Creme – ich konnte es kaum abwarten mich von den neuen Geschmäckern überraschen zu lassen. Mein erstes Challenge-Frühstück war, wie erhofft, sehr lecker – Amaranth-Joghurt-Pop mit Blaubeeren und gerösteten Kokosflocken.

Die Erbsen-Mandel-Creme-Suppe ist ganz einfach mit Tiefkühlerbsen, Mandelmus, Olivenöl und ein paar anderen Zutaten zubereitet. Geschmacklich hat sie mich restlos überzeugt und angenehm gesättigt. Ich konnte danach sogar noch 3,5 Stunden in die Kletterhalle gehen und mich auspowern, ohne Hunger zu bekommen.

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Am zweiten Tag fiel mir die Challenge sehr schwer, denn ich hatte richtige Entzugserscheinungen. Ich musste mich also nicht nur an die neue Ernährung gewöhnen, sondern kämpfte auch noch mit Unruhe, Gefühlsschwankungen und unstillbarem Verlangen nach den gewohnten Lebensmitteln. So richtig konnte ich nicht benennen woran es mir fehlte, aber der Körper schrie förmlich (wie wenn man großen Durst hat).

Richtigen Appetit hatte ich auf Schokolade, doch konnte nirgends die zur Herstellung benötigte Kakaobutter bekommen. Auf eine Tücke der veganen Ernährung bin ich erst jetzt aufmerksam geworden: man kann sich unterwegs nicht einfach mal was kaufen. Also muss jede Mahlzeit genau geplant werden, wie das Einhalten der Essenszeiten. An Tag 3 habe ich sogar Abendbrot gegessen, obwohl ich noch vom Mittag satt war, aber ja noch ein paar Stunden wach bleiben wollte – möglichst ohne Hunger. Anstrengend finde ich auch das viele Kochen und den endlosen Abwasch, der dadurch entsteht. Die Spülmaschine lief täglich auf Hochtouren.

Die Portionsgrößen sind wirklich sehr reichlich bemessen, so konnte ich mehrfach von einer Mahlzeit essen und etwas Kochen einsparen. Dadurch wurde es etwas weniger stressig.

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Am fünften Tag ging es mir dann noch schlechter als die Tage zuvor. Und als ich am Abend plötzlich starke Kopfschmerzen und Störungen im Sichtfeld bekam, habe ich mich dazu entschlossen die Challenge zu beenden. Ich denke, dass die Umstellung von der normalen zur veganen, Zucker- und Weißmehlfreien Ernährung einfach zu krass ist – zumindest für meinen Körper. Deswegen werde ich es jetzt erstmal langsamer angehen lassen und mir einen guten Mittelweg überlegen. Trotz aller negativen Auswirkungen, möchte ich aber nicht die positiven Erfahrungen hinten runterfallen lassen:

  • ich habe mich leichter gefühlt und nicht so vollgefuttert und schwer
  • ohne diesen vielen Zucker hatte ich nicht nur einen feinen Geschmack im Mund *lach*, sondern fühlte mich auch frisch und munter
  • durch die leichtere und bescheidene Ernährung habe ich kleine Belohnungen mehr zu schätzen gewusst (der Cream-Grüntee – grüner Tee mit Hafermilch und Agavendicksaft ist ein richtiger Leckerschmaus)

Habt ihr schon so eine Ernährungsumstellung hinter euch und könnt mir Tipps geben, wie ich es körperfreundlicher anstellen kann?

Dieser Artikel ist Teil der Serie: Meine Vegan for fit 30-Tage-Challenge

 

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1 Comment

  • Reply Krisi von Excusemebut.. 24. Juni 2015 at 12:15

    Das tut mir leid das deine Erfahrung nicht so gut war, ich verstehe das du dann die Challenge abgebrochen hast. Es ist auch eine grosse Umstellung, je nachdem wie man sich zuvor ernährt hat. Ich denke besonders die grossen Mengen an Fett (Mandelmuss etc.) und die wenigen Kohlenhydrate (selbst gesunde) machen diese Challenge besonders schwer für den Körper. Ich selber bin seit über einem Jahr vegan und denke es wäre einfacher eine vegane Challenge umzusetzen die nicht Low-Carb und vorallem mit schnellen und einfachen Rezepten umsetzbar ist. Den das stört mich auch an Attilas Kochbuch, das viele Rezept doch viel Arbeit brauchen und nicht so schnell gemacht sind=)
    Liebe Grüsse,
    Krisi

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