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Das Jahr Zweitausendfünfzehn

12. Januar 2015
Illustration zum Neujahr 2015

Am Anfang wirbelten wilde Farben durch den Nachthimmel, dass der Mond sich vorsichtshalber hinter einer dichten Wolke versteckte – sicher war sicher. Es knallte und krachte, wieder und wieder, so dass die Ohrmuscheln ganze Arbeit zu leisten hatten. Zwischen die sprühenden Funken mogelten sich die Wünsche und Träume vieler Menschen. Ein paar gute Vorsätze, vermischt mit einer Menge Vorstellungskraft und einer Prise Wirklichkeit – schon war man auf einem guten Weg ins neue Jahr. Voller Vorfreude hüpfte man auf diesem in einen milden Frühling. Wenn man den Kopf etwas drehte, konnte man sogar die Farbenpracht der Blumen sehen, die am Wegesrand wuchsen. Schmetterlinge flogen, beflügelt von dem hellen Leuchten der Sonnenstrahlen, miteinander durch die Lüfte.

Doch nach und nach zeigte sich der käsige Mond immer kürzer und die Sonne leuchtete heller und heller, bis sie brannte. Vom Weg stieg solch eine Hitze auf, dass man am liebsten auf dem seidig kühlen Gras daneben lief. Schaute man nach oben, rieselte ein Schauer Sommersprossen auf das Gesicht.

Der Herbst zeigte sein goldenes Antlitz und die Blätter übertrafen sich gegenseitig in ihrer Farbenvielfalt. Im Wald steckten die Pilze vorsichtig ihre Köpfchen aus der Erde, und bald war eine Kappe neben der anderen zu sehen. Hast du das kleine Rehkitz gesehen? Es war da, ganz dort hinten im Wald, hinter dem Hügel. Die Blätter auf dem weichen Waldboden raschelten und raschelten. Kurz bevor man es erreichen konnte, lief es flink davon.

Bald waren die Blätter nicht mehr zu erkennen, und verwandelten sich in triefenden Matsch. Mutter Natur hatte ein Einsehen und schickte fröhlich tanzende Schneeflocken auf die Erde, die diesen Brei federleicht überdeckten und bald eine kristallene Eislandschaft schufen. Glückliche Kinder mit rotgefrorenen Nasen, formten Schneefiguren und verpassten, wie diese über Nacht munter miteinander plauderten. Aber Vorsicht, beinahe wäre die Schneekönigin in ihrem frostigen Schlitten vorgefahren, doch Mutter Natur verhinderte dies und schob den Wetterregler auf mild.

Und obwohl man mit der Zeit vielleicht von dem Weg, den man am Jahresanfang eingeschlagen hat, abgekommen ist, tut sich doch wieder ein neuer geheimnisvoller Pfad auf. Werden sich unsere Wege im neuen Jahr kreuzen? Ich hoffe es sehr!

Ich wünsche euch helle Sonnenstrahlen auf eurem Weg, die auch den dunkelsten Schatten vertreiben mögen!

Träume sind zum leben da

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